Reiseberichte

Afrika: Anselm Pahnke

Prolog

Ich will hinaus, will mich spüren,

möchte Grenzen überschreiten,
staunen und dem Unbekannten begegnen,

aus eigener Kraft die Welt erfahren und meinen eigenen Rhythmus finden.

Jeder Moment ist neu, jeden Tag bin ich anderswo.

 

414 Tage, 15.000 Kilometer, 15 Länder.
Ein Film über einen jungen Mann, der allein mit dem Fahrrad Afrika durchquert.

Der Hamburger Student Anselm beschließt an seinem 25. Geburtstag mit zwei Freunden eine Entdeckungsreise durch den Süden Afrikas zu wagen auf dem Fahrrad. Mit nur dem nötigsten Gepäck erkundet das Trio drei Monate lang Südafrika, ehe es zur überraschenden Trennung kommt und seine Weggefährten nach Hause fliegen müssen. Mitten in der sengenden Hitze der Kalahari-Wüste steht Anselm vor einer unerwarteten und schwierigen Entscheidung: Die Heimreise antreten oder allein die Wüste durchqueren?

Anfangs noch unsicher, wagt Anselm den Sprung ins Ungewisse, fährt weiter Richtung Botswana, Namibia und Zimbabwe und taucht tief in den afrikanischen Kontinent ein. Fernab der üblichen Reiserouten, ohne Windschutzscheibe oder Kamerateam entstehen unmittelbare und bewegende Begegnungen mit der Natur und Menschen unterschiedlichster Kulturen.

Wasser schöpft er nur aus lokalen Quellen, reist ausschließlich aus eigener Kraft und nachts schlägt er sein Zelt in der Wildnis auf – das lässt ihn den riesigen Kontinent unvermittelt am eigenen Körper erleben.

Sambia, Malawi, Tansania, Burundi, Ruanda, Uganda, Kenia, Äthiopien – Tritt für Tritt entwickelt sich sein atemberaubender Weg durch das Herz Afrikas. Nächtliche Begegnungen mit Löwen und Nilpferden, mehrfache Malaria- und Typhus-Erkrankungen und Raubüberfälle durch uniformierte Ranger fordern ihn stets aufs Neue heraus. Doch was ihn wirklich bewegt, ist ein Afrika abseits der typischen Bilder und Erwartungen, ein Afrika von beeindruckender Schönheit und von offenen, herzlichen Menschen. Intensive Erfahrungen entfachen in ihm eine tiefe Liebe zu diesem riesigen Kontinent und lassen ihn ein festes Vertrauen in seine Mitmenschen und sich selbst entwickeln. Weit über sich hinaus gewachsen begreift Anselm, dass er zwar allein, aber nicht mehr einsam ist.

Doch am Ende der Reise wartet noch die Sahara: Drei Monate kämpft sich Anselm durch den Sudan und Ägypten gegen den unerbittlichen Nordwind. Nach über einem Jahr und 15.000 Kilometer später, kurz vor der Ankunft am Suez-Kanal, wird Anselm vom ägyptischen Militär verhaftet und seine Reise droht ein jähes Ende zu nehmen.

 

Epilog

Tritt für Tritt spürte ich den Puls Afrikas, kraftvoll, farbenfroh und unberechenbar.

Alleine auf dem Fahrrad war ich ganz nahe bei den Menschen,
aber auch ganz nahe bei mir.

Ich habe das Unbekannten gesucht und so viel mehr gefunden. 

Ich habe erfahren, dass ich allein, aber nicht einsam bin.  

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